• Sarah Cevallos

Powernapping

Aktualisiert: Aug 31

Powernapping, auch bekannt als der gute alte Mittagsschlaf, ist in den letzten Zeiten wissenschaftlich untersucht worden. Soll man schlafen oder nicht? Wenn ja, wie lange? Wo soll man schlafen? etc.


Soll man schlafen?

Mittlerweile ist man zu der eindeutigen Antwort gekommen, dass ein Powernap, also ein kurzer Mittagsschlaf, durchaus dabei helfen kann, sowohl das Mittagstief zu überwinden als auch die Konzentration zu fördern. Das Mittagstief lässt sich nur sehr schwer, bis gar nicht beeinflussen, da dies an dem Biorhythmus eines jedem Menschen liegt. Je nach Länge des Schlafes, kann sich sogar das Erinnerungsvermögen verbessern, was damit zusammenhängt, dass sich Gedächtnisinhalte während des Schlafens festigen. Dabei ist es in erster Linie nicht relevant, zu welcher Tages- bzw. Nachtzeit man schläft. (Für andere Prozesse, vor allem die Regenerationsprozesse, ist der nächtliche Tiefschlaf natürlich essenziell).


Wie lange soll man schlafen?

  • 10 bis 20 Minuten

Sind die perfekte Zeit für ein Power Nap. Man befindet sich im Leichtschlaf. Das Mittagstief ist überwunden und die Konzentration kann wieder steigen.

  • 30 Minuten

Bis 30 Minuten befindet man sich immer noch im Leichtschlaf. Ab der Zeit danach befindet man sich schon in tieferen Schlafstadien. Es fällt einem zunehmen schwerer aufzustehen und nach dem Aufwachen benötigt man etwas Zeit wieder voll konzentrationsfähig zu sein.

  • 60 Minuten

Ab 60 Minuten spricht man nicht mehr von einem Power Napping. Man gleitet in den Tiefschlaf hinein. Der Vorteil eines Mittagsschlafs von 60 Minuten und mehr ist aber, dass sich Gedächtnisinhalte festigen und sich so das Erinnerungsvermögen verbessert.

  • 90 Minuten

Ab einem 90-minütigen Schlaf befindet man sich in einem vollen Schlafzyklus. Vorteile sind dabei dieselben, wie bei dem Schlaf ab 60 Minuten mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass man sich aufgrund des vollen Schlafzyklus erholter fühlt.


Wo soll man schlafen?

Das ist nebensächlich. Ob man sich nun ins Bett oder auf die Couch legt oder sich im Büro in spezielle Ruheräume (insofern diese vorhanden sind) zurückzieht ist völlig irrelevant. Die Hauptsache ist, dass man sich an diesem Ort entspannen kann.

Aber auch am Arbeitsplatz kann man ein kleines Power Nap einlegen. Dazu einfach die Rückenlehne nach hinten, den Kopf in den Nacken und die Füße hochlegen. Mit ein bisschen Musik im Ohr sind die Gespräche des Kollegen dann auch nicht mehr zu hören und man kann sich ausruhen.

Empfehlenswert ist es allerdings, sich einen Wecker zu stellen, damit man nicht einfach weiterschläft. Wer keinen Wecker zur Verfügung hat, kann auch einfach einen Gegenstand in die Hand nehmen; bevor man in den Tiefschlaf übergeht, entspannen sich die Muskeln und man lässt den Gegenstand automatisch fallen und wird dadurch höchstwahrscheinlich wach 😉.

Viele Menschen schwören auch auf den Koffeinkick vor dem Schlaf, um danach wieder voll konzentrationsfähig zu sein. Hört sich im ersten Moment paradox an, macht allerdings Sinn, wenn man bedenkt, dass das Koffein erst nach 30 Minuten seine volle Wirkung entfacht; sie tritt also erst ein, nachdem man wach wird.

Aber wofür ist das ganze noch gut, außer für die Konzentration und für die Gedächtnisleistung?

Natürlich um sich zu entspannen! Der Blutdruck senkt sich, man entspannt sich und beugt so unter anderem Stress und Burnout vor. Der Körper fährt herunter.

Wenn man die Möglichkeit hat, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, zwischendurch mal einen Power Nap einzulegen. Probieren Sie es mal aus!

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