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  • Sarah Cevallos

Selbstliebe

Schönheits-OPs hier und Filter auf Instagram da.

Sich selbst zu akzeptieren und zu lieben fällt uns zunehmend schwerer. Doch warum ist das eigentlich so?

Wir Menschen streben nach Vollkommenheit, Akzeptanz und Wertschätzung. Schönheitsideale werden uns ständig vorgegeben; sei es im Fernseher in der Werbung, in Zeitschriften oder auch besonders in den sozialen Medien. Vor ein paar Jahren noch musste man extrem schlank sein (size 0), um als Frau hübsch zu sein. Heutzutage geht der Trend mehr in Richtung vollkommen durchtrainiert; bei Männern und auch bei Frauen.


Was passiert nun, wenn wir ständig Bilder von den ,,idealen Frauen und Männern“ sehen?

Die meisten von uns vergleichen sich mit ihnen. Nach dem Blick aufs Handy vergleicht man sich im Spiegel und sieht dann eventuell doch noch ein Fettpölsterchen, ein Fältchen oder eine Narbe. Die Beautyindustrie macht das ganze auch nicht besser, indem ständig für Hyaluronunterspritzungen und Schönheits-OPs geworben wird.


Aber nun zu den vermeintlich perfekten Menschen. Sind diese wirklich perfekt? Nein! Fast jedes Bild in den sozialen Medien wird mit Photoshop oder Filtern bearbeitet. Das gleiche gilt auch für Werbung; ,,unschöne“ Eigenschaften werden einfach wegretuschiert. Doch wir als Zuschauer und/oder Konsumenten bekommen davon nicht viel mit und glauben tatsächlich, dass es diese vermeintlich perfekten Menschen so gibt.


Aber warum sind wir überhaupt so fixiert auf unser Äußeres?

Leider gibt es in der Psychologie den sogenannten Halo-Effekt. Demnach wird ein ,,hübsches/schönes“ Äußeres mit positiven Charaktereigenschaften assoziiert. Genau deshalb meinen wir auch immer, dass diese vermeintlich perfekten Leute alles haben. Geld, Erfolg, Gesundheit, etc...eben alles, was man selbst auch gern hätte. Dem ist aber oft nicht so. Menschen werden erfolgreich, weil sie etwas dafür tun (zumindest in den meisten Fällen) und die Gesundheit ist einem zum Teil durch die Genetik vorgegeben und zum anderen Teil kann man durch eine gesunde Lebensweise viel für seine Gesundheit machen. Und wo ist nun das Wort Schönheit? Es ist nicht da, weil es schlichtweg nichts damit zutun hat!

Ein weiterer Punkt ist Perfektionismus. Ständig wird uns geprädigt, wir müssten perfekt sein und alles was mir machen soll perfekt sein. Von den Schönheitsidealen geblendet, streben wir auch hier nach Perfektionismus.

Schönheit wird außerdem gefühlt alle paar Jahre neu definiert. Würde eine Frau, die heute als ,,schön“ bezeichnet wird, nur 20 Jahre ,,zurückreisen“ würde man ihr dort sagen, dass ihr Hinterteil zu dick ist...


Hat sich allerdings charakterliche Schönheit jemals verändert?

Es war schon immer so, dass beispielsweise Hilfsbereitschaft oder Fleiß gute Eigenschaften waren. Egal ob 1758, 1990 oder 2020. Und letztendlich zahlen sich gute charakterliche Eigenschaften immer aus. Egal ob im Privatleben oder im Beruf.

Streben wir nun also nach Vollkommenheit, sollten wir uns zunächst auf Persönlichkeitsentwicklung konzentrieren. Streben wir nach Akzeptanz und Wertschätzung sollten wir zunächst uns selbst akzeptieren und wertschätzen. Nur so gelangen wir nicht in eine Abhängigkeit von der Meinung anderer Menschen.


-Und zuletzt sollten wir uns fragen: Wenn uns jemand auf unser Äußeres reduziert und uns deshalb nicht akzeptiert und wertschätzt, sollten wir dann überhaupt Kontakt zu dieser Person haben?-

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